Here is the story of ANGEL DUST

The early days...

Es war einmal ein talentierter Gitarrist namens Andreas Lohrum mit vielen neuen Ideen, einem großen Proberaum und einem ziemlich lauten und mächtig beeindruckenden Marshall Turm. Und dann gab es da noch einen Drummerfrischling, der mit seiner kunterbunt zusammen gewürfelten Billigschießbude keinen Bock mehr auf Punk hatte und endlich richtigen Metal machen wollte.

1984 begab es sich dann, dass der ambitionierte Trommler von eben diesem Gitarristen erfuhr, der in seinem Proberaum eifrig aber alleine vor sich hin musizierte… Also nichts wie rein ins Auto und ab zum Ceag Gebäude, in dem mit ca. 60 Bands damals fast die komplette Dortmunder Musikszene zu Hause war. Beste Voraussetzungen also für kreatives Songwriting. Dort angekommen fanden sich dann zwei, die sich eigentlich gar nicht gesucht hatten, aber bereits beim ersten Treffen feststellen mussten, dass sie genau die gleichen Vorstellungen von Musik haben. Hart, schnell, kompromisslos und eigenständig sollte sie sein. Ach ja, und natürlich möglichst laut.

Da man sich auch noch privat sehr gut verstand, war die Sache klar. Ab jetzt sind sie eine Band, oder sagen wir mal zumindest eine halbe. Natürlich brauchte man jetzt noch einen 2. Gitarristen, einen Bassisten und zum besseren Verständnis dieser Biographie einen Namen für den Trommler. Nennen wir ihn mal Dirk Assmuth, oder kurz „Assy“. Was die beiden anderen Musiker betraf, hatte Andreas zum Glück einen großen Freundeskreis, in dem sich mit Pit Jungblut nicht nur ein guter Bassist sondern auch der Ausnahmegitarrist Roman „Romme“ Keymer befand. Nun haben also alle Musiker einen Namen. Fehlt nur noch ein passender Bandname. Andreas hatte dann die Idee, die Band Angel Dust zu nennen. Hintergedanke dabei war, dass die Musik der Band wie eine Droge wirken sollte. Im positiven Sinne, versteht sich. Vergleichbar ungefähr mit der Wirkung von Kronen Export und Krombacher Pils. Fehlte damals bei keiner Probe und wirkte sich (bei einer Durchschnittskonsummenge von 2-3 Flaschen) durchaus positiv auf die Musik aus Und weil alle mit dem Namen einverstanden waren, konzentrierte man sich jetzt auf´s gemeinsame musizieren.

Aber irgendwie stimmte es noch nicht so richtig. Nach einigen Monaten stellte man fest, dass Pit nicht so wirklich in die Band passt. Also trennte man sich kurz darauf von ihm. Ein neuer und vor allem diesmal passender Bassist musste her. Im Ceag Gebäude gar nicht so schwierig. Schließlich wimmelte es dort von Bands und Musikern. Unter Angel Dust probte eine Metal Band namens Crows, die in den Angel Dust Probepausen von unten durch den Fußboden lautstark für musikalische Unterhaltung sorgte. Dessen Bassist Frank Bankowsky, den aber alle nur Banx nannten, hatte kein Problem damit, seinen Bassamp in Zukunft nach einem Gig ein Stockwerk höher zu schleppen und Pit am Bass zu ersetzen. Und dieses Mal passte es.

In den darauf folgenden Proben waren zeitweise bis zu 20 !!! Gäste anwesend. Manche kamen nur zufällig am Ceag Gebäude vorbei, folgten dem Krach und da wo es am lautesten war, stand auf einer (in einem fürchterlichen rosa gestrichenen Holztür mit bestimmt 5000!!! schweren Gittern davor) mit einem Edding „Angel Dust“ gekritzelt. Schon damals ein Zeichen dafür, dass Angel Dust etwas richtig gemacht haben. Wohl weniger mit der Farbe der Tür, aber ihre Musik zog die Leute von der ersten Minute an in ihren Bann.

Dermaßen motiviert nahm man dann 1985 das 4-Track Demo „Marching for Revenge“ auf, verkaufte davon ca. 300-400 Stück in Eigenregie und verschickte es an verschiedene Plattenfirmen. Eine davon war „Disaster Records“ in Holzgerlingen bei Stuttgart. Dessen Boss Thomas Ziegler war von dem mehr schlecht als Recht produziertem Demo so angetan, dass er Angel Dust direkt einen Plattenvertrag anbot. Zu dieser Zeit noch etwas ganz besonderes. Wer damals einen Deal hatte, konnte verdammt stolz darauf sein. Und das waren Angel Dust auch. Endlich eine richtige Platte aufnehmen auf Tournee gehen und, und, und……. Da kam einiges auf die Jungs zu. Deshalb brauchte man Leute, die sich um alles kümmern. Manager, Tourmanager, etc.

Und wieder mal suchte man im mittlerweile beachtlich angewachsenen Freundeskreis nach geeigneten Leuten. In diesem besagten Freundeskreis befand sich auch Holger Stratmann. Herausgeber eines kleinen, selbst kopierten Metal Fanzines namens Rock Hard... Holger übernahm den Job als Manager und als Tourmanager engagierte man Frank Lau. Seines Zeichens auch Herausgeber einer bekannten Metalzeitschrift. Das sorgte zumindest schon mal immer für gute Presse . 1986 ging es dann nach Berlin ins MusicLab Studio zu Harris Johns. Dort spielten Angel Dust ihr Debutalbum „Into The Dark Past“ ein. Frischer, unbefangener melodischer Speedmetal, wie man ihn aus deutschen Landen zu der Zeit noch nicht (oder zumindest nur sehr selten) gehört hat. Dem entsprechend waren dann auch die Kritiken zu dem Album. Und das nicht nur in den Magazinen von Holger Stratmann und Frank Lau... Selbst der damals „allmächtige“ Metal Hammer war begeistert. Und das alles ohne einen wirklichen Sänger! Es fand sich einfach niemand, der den Vorstellungen der Band entsprach. Deshalb übernahm Romme umständehalber den Job des Sängers.

Nach ein paar Monaten stellte sich dann heraus, dass Angel Dust eigentlich gar kein Management brauchen und dummer weise vor allem auch gar nicht bezahlen können. Also schlug man sich wieder alleine durch. Es folgten einige Shows und die erneute Suche nach einem Sänger.

Schließlich fand sich dann mit S.L.Coe endlich jemand, der genau den Vorstellungen der Jungs entsprach. So weit so gut. Leider stimmte es plötzlich innerhalb der Band nicht mehr so richtig. Romme und Andreas hatten private Probleme mit S.L.Coe und verließen die Band. Aber auch wenn jetzt die Hauptsongwriter und der eigentliche Bandgründer nicht mehr dabei waren, so wollte man doch weiter machen. Zum einen besaß man ja einen Plattenvertrag und zum anderen hatte sich „Into The Dark Past“ so gut verkauft, dass es einfach unverantwortlich gewesen wäre, „Angel Dust“ zu dem Zeitpunkt aufzulösen.

Jetzt brauchte man also 2 neue Gitarristen. Was lag also näher, als mal wieder bei den Kollegen von Crows anzuklopfen und die beiden Gitarristen zu fragen, ob sie Lust hätten bei Angel Dust zu spielen. Angel Dust waren zu der Zeit die erfolgreichste Dortmunder Metal Band und so war es nicht all zu schwer, jemanden zu überreden, dort einzusteigen. Musste man auch nicht. Und so war man schnell wieder komplett. Die neuen hießen Winfried Hirsch und Stefan Knauer. Zwar konnte sich der Produzent Tommy Ziegler mit den beiden anfreunden, nicht aber mit ihren Namen. Klang irgendwie uncool und passte nicht zu einer 80er Jahre Metal Band fand er. Also mussten passende Künstlernamen her. Aus heutiger Sicht sicherlich albern, aber Rock´n Rolf oder Tyrant klingen auch nicht gerade wie Geburtsnamen. Deshalb hieß Winfried fortan Vinni Lynn und Stefan Knauer wurde geändert in Stefan K. Nauer. Jetzt hatten alle einen „coolen“ Namen, den man auf eine Metalscheibe drucken konnte und so machte man sich wieder an´s wesentliche. Nämlich neue Songs für die nächste Platte zu schreiben. Natürlich war klar, dass sich die Musik von Angel Dust bedingt durch diese Wechsel verändern würde.

Der Stil blieb zwar der gleiche, aber das war dann auch das einzig vergleichbare zum Vorgänger. Mit S.L.Coe´s Gesang klangen Angel Dust nach einer völlig neuen Band und irgendwie war man das ja jetzt auch. Trotzdem war die Euphorie um die Band ungebrochen.

1988 war es dann so weit. Man hatte genügend neue Songs für die nächste Platte geschrieben und im Februar ´88 gingen Angel Dust ins EMS Studio in Bielefeld um unter der Leitung von Kit Woolfen „To Dust You Will Decay“ aufzunehmen.

Nach dem Erscheinen der Platte gab es von allen Seiten – trotz aller Veränderungen - nur gute Kritiken. To Dust you Will Decay“ war zwar nicht ganz so erfolgreich wie sein Vorgänger, aber der befürchtete Absturz blieb aus. Ganz im Gegenteil. Nach einigen Shows u.a. mit einer noch nicht so bekannten Band namens Blind Guardian“ im Vorprogramm, ging es im Januar 1989 zusammen mit „Running Wild“ auf die erste richtige Tournee. Ein luxuriöser Nightliner, noble Hotels, jede Menge Groupies…..gab es nicht. Stattdessen mussten die Jungs von Angel Dust in einem altersschwachen Wohnmobil (Wohnwagen auf Lkw-Chassis geschweißt) , dass durch das hintere defekte Fenster ständig mit eiskalter Zugluft (Januar!!!) versorgte wurde, von Show zu Show fahren. Natürlich selbst!!! Was sich dank der kaputten Tankanzeige als noch abenteuerlicher gestaltete, als es eh schon war.

Trotzdem war die Tournee ein voller Erfolg. Eigentlich hätte es danach so weiter gehen könne, ja sogar müssen. Aber wieder mal kam es innerhalb der Band zu Problemen. Und dieses mal war es noch schlimmer als vorher. Einer nach dem anderen verließ die Band und zum Schluss stand Assy alleine da. Alleine aber fest entschlossen, trotzdem weiter zu machen. Dieses mal ohne die freundliche Unterstützung der immer noch befreundeten Band “Crows“. Und tatsächlich fand er geeignete Leute, um weiter zu machen. Leider war der Produzent davon nicht sehr angetan und drehte den Geldhahn zu. Ohne Plattenvertrag und mit nur noch einem Mitglied der Urbesetzung machte es keinen Sinn mehr, unter dem Namen Angel Dust weiter zu machen.

Also lösten sich Angel Dust Anfang der 90er offiziell auf...

…………

Im Laufe der nächsten Jahre versuchten Assy und Banx dann immer wieder ein neues Line up für Angel Dust zu finden. Der erste Gedanke war natürlich die Urbesetzung mit Romme und Andreas, aber irgendwie merkte man bei einer gemeinsamen Session, dass es so leider nicht mehr funktionieren würde. Ein paar Jahre später versuchten Banx und Assy es erneut. Romme hatte kein Interesse mehr, aber Andreas sagte sofort zu. Zusammen mit dem jetzigen Sodom Gitarristen „Bernemann“ schrieb man einige neue Songs. Es lief eigentlich alles ganz gut. Das einzige was fehlte, war wieder mal ein geeigneter Sänger. Und genau daran scheiterte es dann irgendwann auch wieder.

Ziemlich frustriert und etwas enttäuscht entschlossen sich Banx und Assy dann endlich mal etwas Geld mit der Musik zu verdienen und gründeten eine Coverband. Im Proberaum nebenan probte ein alter Kumpel „Bernd Aufermann“. Auch so ein Ausnahmegitarrist und perfekt für eine Coverband, da es nichts gab was er nicht kannte und spielen konnte. Seine damalige Freundin und ein Kollege übernahmen den Gesang. Bei einer Coverband braucht man natürlich auch einen Keyboarder. Den fand man recht familiär in Person von Steven Banx. Nach einigen erfolgreichen und finanziell lukrativen Gigs wurde dieses Nachspielen von Songs irgendwann langweilig. Auffällig positiv war aber die Stimmung innerhalb der Band…

 

Das Comeback…

Und irgendwann hatte Assy dann die Idee, die Coverband an den Nagel zu hängen und in dieser Besetzung Angel Dust wieder zu beleben. Man konnte die Skepsis in den Gesichtern der anderen ablesen, aber andererseits…. warum eigentlich nicht. Bernd hatte da einen Kollegen, der gerne in einer Metal Band singen würde. Und er sang auch verdammt nicht schlecht. Aber irgendwie passte die Stimme nicht zur Musik. In dieser Zeit bekam Assy ein Demo von einem unbekannten Sänger aus Essen in die Hände. Sein Name: Dirk Thurisch. Das passte. Ein unbefangener, witziger Typ mit langer blonder Mähne und einer Wahnsinns Stimme. Jetzt konnte es wieder los gehen….

Das war 1997. Dabei ist es natürlich sehr hilfreich, wenn man immer noch gute Kontakte zu einem alten Kollegen hat, dessen selbst kopiertes Fanzine sich mittlerweile zum erfolgreichsten deutschen Metal Magazin gemausert hat. Assy vereinbarte also einen Termin mit Holger Stratmann, fuhr in sein Büro und spielte ihm eine Demoproduktion von „Border Of Reality“ vor. Holger war angenehm überrascht und packte es direkt auf die im nächsten Rock Hard beiliegende CD mit dem Titel „Unerhört“. Angel Dust waren wieder da. Zwar noch ohne Deal, aber immerhin wieder im Rock Hard. Noch bevor das Heft auf den Markt kam, meldete sich telefonisch ein weiterer, alter Kollege bei Assy. Dieser hatte aus seiner kleinen Hinterzimmerplattenfirma „Century Media“ mittlerweile eine richtige Hausnummer im Markt gebastelt. Wenn man sich kennt ist alles einfacher und ungezwungener. Und deswegen entschieden sich Angel Dust dann auch, bei Robert, bzw. CM zu unterschreiben um endlich wieder eine neue Platte aufzunehmen.

1998 war es dann endlich soweit. Angel Dust zogen für 3 Wochen mit Sack und Pack ins Hagener „Woodhouse Studio“ zu Siggi Bemm und spielten ihre Comeback CD „Border Of Reality“ ein. Eine Zusammenarbeit, die allen Beteiligten Spaß machte und bei der man sich im Laufe der Produktion anfreundete. Für Angel Dust war Siggi seit dem so etwas wie ein väterlicher Freund, dessen Rat man gerne beherzigte. Oder sagen wir mal, beherzigen musste. Dazu sollte man wissen, dass Siggi kein großer Freund von Diskussionen ist Letztendlich waren alle zufrieden über das, was man dort geschaffen hatte und beschloss beim abschließenden Umtrunk in Siggi´s Stammkneipe, die nächste CD auf jeden Fall wieder zusammen zu produzieren. Und diese Produktion ließ nicht lange auf sich warten. Bereits ein Jahr später, 1999, waren die Jungs wieder zu Gast im „Woodhouse Studio“ um die nächste CD „Bleed“ einzuspielen. Beim abschließenden Umtrunk in Siggi´s Stammkneipe beschloss man…..

Na jedenfalls waren Angel Dust mittlerweile schon so etwas wie alte Bekannte im „Woodhouse“ und so war klar, dass das nächste Album „Enlighten The Darkness“ selbstverständlich auch dort aufgenommen wurde. Auch wieder nur ein Jahr später, 2000. Bis dahin verlief alles nach Plan. Angel Dust waren wieder im Geschäft, hatten jede Menge Spaß an der Sache und den Fans gefiel es auch. Eigentlich beste Voraussetzungen, um richtig durch zu starten. Und genau danach sollte es zunächst aussehen. „Enlighten the darkness“ bekam schon wie seine Vorgänger durchweg gute Kritiken und dann passierte etwas, womit wohl niemand gerechnet hatte. Als Musiker wird man sein ganzes Leben lang (vor allem von älteren Bekannten und Verwandten) immer wieder gefragt: „Wart ihr denn auch schon mal im Fernsehen?“ Na ja, mal abgesehen von einigen kleinen Auftritten und Interviews in diversen Lokalsendern und einem Interview mit Assy und S.L.Coe bei Tele 5 (1989) eigentlich nicht wirklich.

Nun begab es sich, dass der Bodyguard von Udo Lindenberg „Eddy Kante“ bei Siggi eine CD aufgenommen hatte und eine Einladung zu einer Fernsehshow bei Patrick Lindner bekam. Es war eine Show zum Muttertag, bei der 1000 Mütter im Publikum anwesend waren und das zur besten Sendezeit in der ARD übertragen wurde. Eddy hatte auf dieser CD Heintje´s „Mama“ gecovert. Das ganze mit Rammstein Sound mit einer Stimme, die man wohl eher im düsteren Metalbereich ansiedeln würde. Trotzdem entschieden sich die Produzenten der Show dazu, Eddy einzuladen um so vielleicht auch in de ARD mal ein jüngeres Publikum anzusprechen. Einziges Problem: Eddy hatte keine Band, die ihn dabei Playback unterstützte. Also fragte Eddy im „Woodhouse Studio“ nach, ob die nicht eine Band kennen würden, die dafür in Frage käme.

Natürlich kannte man eine Band

Lange Rede, keinen Sinn…. einige Tage später gaben Angel Dust ihr OK und so flog man dann im Mai 2000 Richtung München um in den Bavaria Studios gemeinsam mit Eddy Kante in Nadelstreifenanzügen gezwängt in der Patrick Lindner Muttertagsgala aufzutreten. Kleiner Wehrmutstropfen bei dieser Aktion war nur, dass Bernd leider aus terminlichen Gründen nicht mit konnte. Als er es endlich geschafft hatte, sich für diese Zeit terminlich frei zu schaufeln, waren die Flüge schon gebucht und das Fernsehteam hatte da bereits Eddy + 4 disponiert. Trotzdem wurde es eine richtig erfolgreiche Aktion, bei der Angel Dust auch Leute wie Nino de Angelo, Fritz Wepper, etc. kennen lernten und so auch mal etwas tiefer ins Showbusiness rein schnuppern durften. Natürlich erhofften sich die Jungs durch diesen Auftritt vor einem Millionenpublikum und den neu gewonnenen Kontakten, dass sie vielleicht jetzt öfters mal zu Fernsehproduktionen verpflichtet werden oder sonst irgendwas spannendes passiert. Leider blieb es bei dieser Hoffnung, aber es war zumindest eine interessante Erfahrung.

Trotz aller Euphorie verließ Assy überraschend Ende 2000 die Band. Irgendwie war ihm das alles etwas zuviel geworden. Terminstress, 3 mal die Woche proben, Tourneen und so ganz nebenbei noch einen stressigen 8 Stunden Tag. Das war auf die Dauer wohl zuviel. Angel Dust engagierten darauf hin den Trommler der Proberaumnachbarn „Michael Sticken“.

Als dieses Problem gelöst war, stand das nächste bereits vor der Tür. Innerhalb der Band gab es plötzlich Probleme die dazu führten, dass man sich auch von Bernd Aufermann trennte und ihn durch den Ami „Ritchie Wilkinson“ ersetzte. Den ersten Kontakt gab es, als Ritchie in Deutschland die „Demons and Wizzard“ Tournee spielte und diese während der Tour für einige Proben mit „D&W“ mal im Angel Dust Proberaum Station machten. Zwar wurde in dieser Besetzung keine CD eingespielt, aber immerhin ging man gemeinsam auf große US Tournee. Witziger Weise wieder in einem Wohnmobil

Während der Tour kümmerte sich Banx zusätzlich noch als Manager um die Finanzen,etc. Konnte man musikalisch auf ganzer Linie überzeugen, so lief es finanziell und organisatorisch ziemlich chaotisch ab, was allerdings nicht nur an der Doppelbelastung von Banx lag, sondern vor allem an dem allgemeinen Chaos, die so eine Tournee immer mit sich bringt. Vor allem dann, wenn ein Telefongespräch mit der Plattenfirma gleich ein kleines Vermögen kostet. Und davon gab es bedingt durch die z.T. eklatanten Organisationspannen vor Ort jede Menge… Na jedenfalls gab es nach der Tournee jede Menge aufzuarbeiten. Finanziell, steuertechnisch, etc.

Mittlerweile gut erholt und ausgeruht kümmerte sich Assy um diesen Job. Und nicht nur um diesen… Zwar hatte man in Michael Sticken einen hervorragenden Drummer gefunden, aber irgendwie passte er nicht so wirklich in die Band. Also trennte man sich nach der Tournee wieder von Michael. Assy hatte zwar mittlerweile festgestellt, dass es zwar wesentlich stressfreier ist, nur noch einen Job zu haben, aber trotzdem fehlte ihm etwas. Ganz so einfach konnte er sich dann doch nicht verabschieden.

Also stieg er Ende 2001 nach einem kleinen, gemeinsamen Umtrunk (incl. Gespräch ) mit den Jungs wieder ein und man begann sofort, Songs für das nächste Album zu schreiben. Kurz darauf ging es, na wohin schon……natürlich ins „Woodhouse Studio“ zu „Vadder“ Siggi.

Hier entstand 2002 „Of Human Bondage“. Danach folgten einige Releaseshows und anschließend kam es dann endgültig zum Bruch innerhalb der Band. Es folgten einige unschöne verbale Auseinandersetzungen zwischen einigen Musikern…. Als dann alle dachten das war es jetzt mit Angel Dust, trommelte Stehaufmännchen Assy einige Monate später alle wieder zu einem Gespräch zusammen. Nach einer langen Aussprache beschloss man schließlich, Ende des Jahres 2003 weiter zu machen. Leider stellte sich dann Ende des Jahres aber auch heraus, dass es zumindest in dieser Besetzung nicht mehr funktionieren wird. Nachdem Bernd bei „Running Wild“ eingestiegen war, verließ im Dezember auch Banx auf eigenen Wunsch die Band. Steven, Dirk und Assy halten allerdings nach wie vor daran fest, im Januar 2004 endlich wieder mit dem Songwriting für das neue Angel Dust Album zu beginnen. Bei so vielen tollen und treuen Fans kann man doch nun wirklich nicht aufhören


 

WIRD FORTGESETZT…